Bekenntnis

NEIN und AMEN

Unser Glaube lässt uns hoffen, dass eine solidarische und gerechte Welt möglich ist. Deshalb beziehen wir Stellung:

  1. Wir sagen ein klares NEIN zur Zerstörung der Lebensgrundlagen. Wir sagen ein klares JA zum gerechten Ausstieg aus Öl, Gas & Kohle bis spätestens 2030.
     
  2. Wir bekennen, dass die Glaubwürdigkeit unserer Kirchen auf dem Spiel steht, wenn wir uns angesichts der Klimakrise ausweichend oder untätig verhalten.
     
  3. Wir appellieren an unsere Kirchen, sich an die Tradition der biblischen Propheten zu erinnern und daher noch wirksamer und „störender“ für Klimagerechtigkeit aktiv zu werden.
     
  4. Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen unseres Landes, die dafür dringend notwendigen Entscheidungen umgehend zu treffen und umzusetzen, um die Nutzung fossiler Rohstoffe bis 2030 zu beenden.
     
  5. Wir erkennen unsere Mitverantwortung an, ein ungerechtes und ausbeuterisches Wirtschaftssystem zu beenden, das schon heute Millionen Menschen hier und im Globalen Süden ins Elend und in die Flucht treibt.
     
  6. Wir solidarisieren uns mit den Opfern der Klimakrise – weltweit und hier bei uns.
     
  7. Wir solidarisieren uns mit denen, die wegen ihres Klimaaktivismus bedroht, gefangen genommen oder getötet werden.
     
  8. Wir fordern die politisch Verantwortlichen unseres Landes auf, Klimapolitik sozial gerecht zu gestalten und diejenigen zu unterstützen, die arm sind und damit am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben – hier und weltweit - und die Reichen hierfür angemessen in die Pflicht zu nehmen.
     
  9. Wir glauben an die Schönheit und Würde jedes Lebens, das uns geschenkt ist, und treten ein für das Recht auf Schutz und Schadensersatz der schon heute von der Klimakrise betroffenen Menschen sowie das Recht unserer Kinder auf eine lebenswerte Zukunft.
     
  10. Wir handeln aus Liebe zum Leben gewaltfrei im Sinne Jesu.
     
  11. Deshalb entscheiden wir Kirchenleute uns für den zivilen Ungehorsam in Solidarität mit der „Letzten Generation“ und ihren Anliegen.
     
  12. Wir ermutigen alle, solange nicht aufzugeben und sich auch für unbequeme Wege des Widerstands zu entscheiden, bis entscheidende politische Schritte für eine lebenswerte Zukunft umgesetzt werden.

 

Erstunterzeichner:innen:

Andrea Rückert, evang. Pfarrerin
Charlotte Horn, evang. Pfarrerin
Sonja Manderbach, Kirchenmusikerin
Dr. Ludger Frieling, Arzt am Katholischen St.-Johannes-Hospital Dortmund
Dr. Gudula Frieling, katholische Theologin
Maria Heß, Religionspädagogin
Judith Samson, Catholic-Worker-Gemeinschaft 
Sabine Allmenröder, Referentin für gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Bergstraße 
Karl Mehl, evang. Pfarrer
Maiken Winter, Biologin und Frau eines evang. Pfarrers
Sarah Köhler, Ökumenische Arbeitsstelle Anthropozän
Fabian Neuhaus, Theologiestudent
Bernhard Grunau, Führungskraft in den Einrichtungen der Arenberger Dominikanerinnen
Anna Böck, evang. Pfarrerin
Lisa Görnitz, evang. Pfarrerin

Weitere Bekenntnis-Unterzeichner:innen

  • Verband der Ev. Studierendengemeinden in Deutschland
  • Sebastian Leenen
  • Dr. Hartmut Ehmler
  • Thomas Müller
  • Helmut Dirks
Zum Beispiel: Pfarrerin in der St. Benno-Gemeinde Hamburg